
Airbnb Wien: Erlaubt, Kosten & Regeln
Seit Juli 2024 gelten in Wien verschärfte Regeln für Kurzzeitvermietungen auf Plattformen wie Airbnb. Dieser Artikel prüft, ob eine private oder gewerbliche Vermietung in Wien erlaubt ist, wie hoch die Kosten im Vergleich zu einem Hotel ausfallen und welche Strafen bei Verstößen drohen.
Rechtliche Grundlagen
- Airbnb in Wien: maximal 90 Tage ohne Gewerbe (FWP, Juli 2024)
- Bei Überschreitung: Gewerbeanmeldung und Steuern (Law Experts)
- Bußgelder bis 50.000 € bei illegaler Vermietung (FWP, Juli 2024)
Kostenvergleich
Gastgeber-Regeln
- Keine Diskriminierung von Gästen
- Sauberkeit und genaue Beschreibung der Unterkunft
- Keine versteckten Zusatzkosten
80/20-Regel
- 20 % der Unterkünfte generieren 80 % der Buchungen (Airbnb Newsroom)
- Fokus auf Bewertungen und Sichtbarkeit
- Optimierung durch professionelle Fotos und schnelle Antworten
Die folgende Statistik-Linie fasst die Schlüsseldaten für 2024 zusammen: maximal 90 Tage Vermietung pro Jahr, ein durchschnittlicher Airbnb-Preis von 85 Euro pro Nacht, ein Hotelpreis von 110 Euro, eine Gastgeber-Provision von 3 Prozent und ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.
| Fakt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Maximale Tage ohne Gewerbe | 90 pro Jahr | Law Experts |
| Durchschnittlicher Airbnb-Preis (Wien) | ca. 85 €/Nacht | MINT |
| Durchschnittlicher Hotel-Preis (Wien) | ca. 110 €/Nacht | MINT |
| Airbnb-Provision Gastgeber | 3 % | Airbnb Newsroom |
| Höchststrafe bei illegaler Vermietung | 50.000 € | FWP |
| Anteil der Inserate im Zentrum | >40 % in Bezirken 1-7 | MINT |
Ist Airbnb in Wien erlaubt?
Rechtliche Grundlagen der Kurzzeitvermietung in Wien
Seit 1. Juli 2024 gilt in Wien eine neue Schwelle für die Kurzzeitvermietung. Wer eine Wohnung länger als 90 Tage pro Kalenderjahr über Plattformen wie Airbnb vermietet, benötigt eine Ausnahmebewilligung der Stadt Wien. Diese Regel gilt in allen Wohnzonen der Stadt, unabhängig davon, ob die Wohnung im Zentrum oder in einem Außenbezirk liegt.
Die FWP (Finanz- und Wirtschaftsplattform) berichtet, dass diese Verschärfung auf die steigende Zahl von Kurzzeitvermietungen in Wien abzielt, die den Wohnungsmarkt belasten. Die Stadt Wien plant damit, die Transparenz zu erhöhen und illegale Vermietungen zu unterbinden.
Unterschied zwischen privater und gewerblicher Vermietung
Der entscheidende Unterschied liegt in der Nutzung der eigenen Wohnung. Wer seine selbst bewohnte Wohnung nur gelegentlich für einen Urlaub oder eine Geschäftsreise vermietet, bleibt von der strengen Regelung ausgenommen. Airbnb selbst bestätigt, dass das Homesharing der eigenen Wohnung in Wien möglich bleibt.
Gewerbliche Vermietung hingegen ist in Wien grundsätzlich verboten, es sei denn, der Vermieter hat eine Ausnahmegenehmigung. Law Experts beschreiben, dass in Wohnzonen die gewerbliche Nutzung von Aufenthaltsräumen in Wohnungen für kurzfristige Beherbergungszwecke nicht mehr zulässig ist. Die Bauordnung der Stadt Wien verbietet dies explizit.
Strafen bei Verstößen
Die Stadt Wien droht mit harten Sanktionen. Wer seine Wohnung illegal, also ohne die erforderliche Ausnahmebewilligung, über 90 Tage vermietet, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro. Diese Strafe gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Vermieter, die die 90-Tage-Regel überschreiten.
Die FWP berichtet, dass die Strafen ab Juli 2024 erhöht wurden, um die Einhaltung der neuen Regel zu erzwingen. Die genaue Bußgeldquote ist jedoch unklar, da die Stadt Wien noch keine Statistiken zu den verhängten Strafen veröffentlicht hat.
Das Muster: Die Stadt Wien setzt auf Abschreckung durch hohe Strafen, um die Zahl der Kurzzeitvermietungen zu reduzieren. Die 90-Tage-Regel ist der zentrale Hebel.
Ist Airbnb billiger als ein Hotel?
Preisvergleich: Durchschnittskosten pro Nacht
Ein Vergleich der Daten von MINT (MINT, 2024) zeigt einen deutlichen Unterschied. Der durchschnittliche Airbnb-Preis in Wien liegt bei etwa 85 Euro pro Nacht, während ein Hotel in der Regel 110 Euro kostet. Pro Quadratmeter und Nacht liegen die Kosten für Airbnb zwischen 3 und 5 Euro, für Hotels zwischen 8 und 11 Euro.
Der Preisvorteil von Airbnb ist besonders für Gruppen oder längere Aufenthalte spürbar. Eine Familie mit zwei Kindern, die eine Woche in Wien verbringt, zahlt für eine Airbnb-Wohnung mit 100 Quadratmetern etwa 350–500 Euro pro Woche, während ein Hotelzimmer mit 30 Quadratmetern 770–1.100 Euro kosten würde.
Zusätzliche Kosten bei Airbnb
Airbnb verlangt von Gästen zusätzliche Kosten: eine Servicegebühr von etwa 3–5 % des Buchungswerts und eine Reinigungsgebühr, die je nach Wohnung zwischen 20 und 50 Euro pro Buchung liegen kann. Diese Kosten sind im Vergleich zu Hotels nicht immer transparent und können den Preisvorteil schmälern.
Die MINT-Analyse zeigt, dass die Wahl zwischen Airbnb, Hotels und Serviced Apartments in Wien durch die Bauordnungsnovelle, die EU-Verordnung 2024/1028 und das m²/€-Verhältnis neu geordnet wird. Die Wiener Ortstaxe steigt von 3,2 % der Netto-Beherbergungskosten auf 5 % ab Juli 2026 und auf 8 % ab Juli 2027 – ein zusätzlicher Kostentreiber für Airbnb-Gastgeber.
Der Preisvorteil von Airbnb schrumpft also nicht nur durch die steigende Ortstaxe, sondern auch durch die zusätzlichen Service- und Reinigungsgebühren. Wer dennoch sparen möchte, sollte die Kosten vor der Buchung genau vergleichen.
Der Haken: Die steigende Ortstaxe ab 2026 und 2027 macht Airbnb in Wien tendenziell teurer. Hotels bieten dagegen oft einen inklusiven Service mit Frühstück und 24-Stunden-Rezeption.
Wie viele Tage im Jahr darf man Airbnb vermieten?
Die 90-Tage-Regel in Wien
Die 90-Tage-Regel ist die zentrale Vorschrift der Stadt Wien. Sie gilt für alle Kurzzeitvermietungen, die nicht die eigene, selbst bewohnte Wohnung betreffen. Wer seine Wohnung für mehr als 90 Tage im Jahr anbietet, muss eine Ausnahmebewilligung beantragen. Ohne diese Bewilligung ist die Vermietung illegal.
Die FWP berichtet, dass die Stadt Wien die Einhaltung dieser Regel durch regelmäßige Kontrollen überwachen will. Wer die 90 Tage überschreitet, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.
Ausnahmen für Eigentümer mit Hauptwohnsitz
Eine wichtige Ausnahme betrifft Eigentümer, die ihre Wohnung selbst bewohnen. Sie können ihre Wohnung auch weiterhin für Kurzzeitvermietungen anbieten, solange die Vermietung nicht gewerblich ist. Die Airbnb Newsroom bestätigt, dass das Homesharing der eigenen Wohnung in Wien möglich bleibt.
Allerdings gilt auch für diese Vermieter die 90-Tage-Regel: Wer seine Wohnung für mehr als 90 Tage im Jahr vermietet, muss eine Gewerbeanmeldung vorlegen. Die Law Experts nennen sogar eine zusätzliche Beschränkung auf maximal vier Vermietungen pro Jahr während des eigenen Urlaubes in Wohnzonen – eine Regel, die jedoch als unsicher gilt.
Steuerliche Pflichten ab bestimmter Einnahmegrenze
Neben der 90-Tage-Regel gelten auch steuerliche Pflichten. Einkünfte aus Kurzzeitvermietung über 30.000 Euro pro Jahr sind in Österreich steuerpflichtig. Die Air BnB-Provision für Gastgeber beträgt standardmäßig 3 % pro Buchung, während bei Luxus-Unterkünften höhere Provisionen anfallen.
Die Steuerpflicht gilt unabhängig von der Dauer der Vermietung. Wer also mehr als 30.000 Euro pro Jahr mit Airbnb verdient, muss ein Gewerbe anmelden und die Einkünfte versteuern.
Die Konsequenz: Die 90-Tage-Regel und die Steuerpflicht ab 30.000 Euro machen die Kurzzeitvermietung in Wien für viele Vermieter unattraktiv. Wer diese Grenzen überschreitet, muss mit bürokratischen Auflagen und Strafen rechnen.
Was kostet mich Airbnb als Vermieter?
Airbnb-Gastgeber-Provision
Airbnb verlangt von Gastgebern eine Provision von 3 % des Buchungswerts. Diese Provision ist im Vergleich zu anderen Plattformen wie Booking.com niedrig. Allerdings gilt dieser Satz nur für Standard-Unterkünfte. Bei Airbnb Plus oder für Luxus-Unterkünfte fallen höhere Provisionen an, die bis zu 10 % betragen können.
Die Airbnb Newsroom bestätigt, dass die Provision für Gastgeber in Wien standardmäßig 3 % beträgt. Diese Gebühr wird bei jeder Buchung abgezogen.
Zusätzliche Kosten für Vermieter
Neben der Provision entstehen weitere Kosten. Die Reinigung der Wohnung wird oft vom Gastgeber selbst organisiert oder einem externen Dienstleister überlassen. Diese Kosten können pro Buchung zwischen 20 und 50 Euro liegen. Versicherungskosten für die Haftpflicht- und Gebäudeversicherung fallen ebenfalls an.
MINT (MINT) nennt die zusätzlichen Kosten für die Reinigung als einen der Faktoren, die den Preisvorteil von Airbnb gegenüber Hotels schmälern.
Steuerliche Aspekte der Vermietung
Die Einkünfte aus Kurzzeitvermietung sind in Österreich steuerpflichtig. Wer mehr als 30.000 Euro pro Jahr mit Airbnb verdient, muss ein Gewerbe anmelden und die Einkünfte versteuern. Die Steuerpflicht gilt unabhängig von der Dauer der Vermietung.
Die Law Experts beschreiben, dass die gewerbliche Vermietung in Wien grundsätzlich verboten ist, es sei denn, der Vermieter hat eine Ausnahmegenehmigung. Wer diese Genehmigung nicht hat, kann kein Gewerbe anmelden und bleibt auf den Kosten sitzen.
Das Fazit: Die Kosten für Vermieter sind überschaubar, aber die steuerlichen Pflichten und die 90-Tage-Regel machen die Kurzzeitvermietung in Wien zu einem risikoreichen Geschäft.
Was besagt die 80/20-Regel für Airbnb?
Die 80/20-Regel: Fokus auf die besten 20 % der Unterkünfte
Die 80/20-Regel ist ein Verteilungsmuster, das auf Airbnb angewendet wird. Es besagt, dass 80 % aller Buchungen von nur 20 % der angebotenen Unterkünfte stammen. Diese 20 % sind die am besten bewerteten und am häufigsten gebuchten Unterkünfte.
Airbnb Newsroom bestätigt, dass die 80/20-Regel auf die Transparenzregeln für Kurzzeitvermietung in Wien angewendet wird. Die Regel ist kein offizielles Gesetz, sondern ein Beschreibungsmuster für die Verteilung von Buchungen.
Anwendung auf Bewertungen und Buchungsfrequenz
Die 80/20-Regel hat direkte Auswirkungen auf die Sichtbarkeit von Unterkünften. Unterkünfte, die zu den Top 20 % gehören, erhalten die meisten Buchungen. Die Faktoren, die eine Unterkunft in diese Gruppe bringen, sind die Bewertungen, die Buchungsfrequenz und die Qualität der Kommunikation mit dem Gastgeber.
Die FWP berichtet, dass die Stadt Wien diese Regel nicht offiziell bestätigt hat, aber die Air BnB-Plattform selbst die Daten so auswertet.
Gastgeber, die ihre Unterkunft optimieren möchten, sollten auf professionelle Fotos, eine genaue Beschreibung der Wohnung und schnelle Antworten auf Buchungsanfragen achten. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, zu den Top 20 % der Unterkünfte zu gehören.
Der Muster: Die 80/20-Regel zeigt, dass nicht alle Unterkünfte gleich gut gebucht werden. Eine hohe Bewertung und gute Sichtbarkeit sind entscheidend für den Erfolg auf Airbnb.
Vorteile von Airbnb
- Günstiger für Gruppen und längere Aufenthalte
- Mehr Privatsphäre und Wohnfläche
- Flexiblere Buchungsbedingungen
Nachteile von Airbnb
- Hohe Reinigungs- und Servicegebühren
- Keine 24-Stunden-Rezeption
- Strengere Regeln für Vermieter in Wien
Ist Airbnb in Wien verboten?
Nein, Airbnb ist in Wien nicht verboten. Es unterliegt jedoch strengen Regeln: Man darf die eigene Wohnung maximal 90 Tage im Jahr ohne Gewerbeanmeldung vermieten. Wer länger vermietet, benötigt eine Ausnahmebewilligung der Stadt Wien.
Wie viele Tage darf ich meine Wohnung auf Airbnb vermieten?
In Wien darf man die eigene Wohnung maximal 90 Tage pro Jahr ohne Gewerbeanmeldung vermieten. Bei Überschreitung dieser Grenze muss eine Ausnahmebewilligung beantragt werden, sonst droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.
Was kostet mich die Vermietung über Airbnb?
Als Gastgeber zahlst du eine Provision von 3 Prozent pro Buchung an Airbnb. Hinzu kommen Reinigungskosten (20 bis 50 Euro pro Buchung) und eine Haftpflicht- sowie Gebäudeversicherung. Ab einem Einkommen von 30.000 Euro pro Jahr werden zudem Steuern fällig.
Ist Airbnb günstiger als ein Hotel in Wien?
Ja, in der Regel ist Airbnb in Wien günstiger als ein Hotel. Der durchschnittliche Preis liegt bei 85 Euro pro Nacht (Hotel: 110 Euro). Der Preisvorteil schrumpft jedoch durch die steigende Ortstaxe ab 2026 und zusätzliche Servicegebühren.
Welche Bezirke in Wien sind am besten für Airbnb?
Die Bezirke 1 bis 7 (Innere Stadt, Neubau, Mariahilf) sind am beliebtesten für Airbnb. Über 40 Prozent aller Inserate in Wien befinden sich in diesen zentralen Bezirken. Die Nähe zu Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Verkehrsmitteln macht sie besonders attraktiv.
Was ist die 80/20-Regel bei Airbnb?
Die 80/20-Regel besagt, dass 80 Prozent aller Buchungen von nur 20 Prozent der Unterkünfte stammen. Diese 20 Prozent sind die am besten bewerteten und am häufigsten gebuchten Unterkünfte. Gastgeber sollten auf eine hohe Bewertung und gute Sichtbarkeit achten.
„Die Stadt Wien plant, die Einhaltung der 90-Tage-Regel durch regelmäßige Kontrollen zu überwachen.“ – Finanztip-Experte
„Airbnb unterstützt die transparenten Regeln für Kurzzeitvermietung in Wien.“ – Airbnb Newsroom
„Die gewerbliche Nutzung von Aufenthaltsräumen in Wohnungen ist in Wien in Wohnzonen nicht mehr zulässig.“ – Law Experts
Wer in Wien eine Wohnung über Airbnb vermieten möchte, sollte die Airbnb Wien 90-Tage-Regel kennen, die seit Juli 2024 gilt.